Theater

Bitterer Kampf

Dessau-Roßlau, knapp 90.000 Einwohner, ist derzeit die einzige deutsche Stadt, die gleich zweimal in der Unesco-Welterbeliste vertreten ist – mit dem Bauhaus und dem Wörlitzer Gartenreich. Doch so groß wie der weltweite Ruf sind auch die Finanznöte der Stadt.  Wegen chronisch klammer Kassen ist ein Kahlschlag bei Kultur, Sport und Jugendarbeit praktisch beschlossene Sache. 13,5 Millionen Euro sollen im städtischen Haushalt jährlich eingespart werden. Dies bedeutet unter anderem, dass die Zuschüsse der Stadt für das Anhaltische Theater um die Hälfte gekürzt werden sollen. Seitdem kämpft das traditionsreiche Dessauer Mehrspartenhaus um die nackte Existenz. Weiterlesen

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Kulturpolitik allgemein

Sparpaket im Norden: Jetzt geht’s los!

Das erste Bundesland hat nun ein konkretes Sparkonzept vorgelegt und heute beschlossen: Schleswig-Holstein. „Die Schulden der Vergangenheit lasten schwer auf unserem Land. Der Schuldenstand des Landes war von 1990 bis 2005 von zehn auf fast 23 Milliarden Euro angewachsen, der Fehlbetrag im laufenden Haushalt auf über 1,7 Milliarden Euro. Inzwischen belaufen sich die Schulden des Landes auf fast 25 Milliarden Euro“, heißt es in einem Papier der CDU-FDP-Koalition, das die Vorlage für den heutigen Beschluss darstellt. Weiterlesen

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Bildende Kunst

Defekte Brandschutzklappen oder Sündenfall?

„Das Erdgeschoss und der erste bis dritte Stock der Galerie der Gegenwart sind zurzeit nicht geöffnet“, heißt es derzeit auf der Startseite der Hamburger Kunsthalle. Seit gestern sind im 1997 als Erweiterungsbau der Kunsthalle eröffneten Galerie der Gegenwart bis Herbst dieses Jahres alle Pforten dicht. Keine Besuche mehr möglich. Defekte Brandschutzklappen müssten ausgetauscht werden, heißt es dazu nur von Seiten der Hamburger Kulturbehörde laut FAZ und art-Magazin.

Jetzt ist es aber so… Weiterlesen

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Internet

„Trauriges Geschwätz mit wenig Substanz“

Lieber Wolf Schneider,

Sie sind stets um den guten Ausdruck und das präzise Erscheinungsbild der deutschen Sprache bemüht. Sie haben nun in einem Interview für den „Tagesspiegel“ Ihre Meinung zu Blogs und Twitter kundgetan, genauer gesagt, Sie bezeichneten den schriftlichen Inhalt von Blogs überwiegend als „trauriges Geschwätz mit wenig Substanz“ und gleichzeitig wurden Sie nicht müde zu betonen, dass Sie selbst täglich mindestens zwei Blogs lesen, wobei Sie selbst ja gar keinen Computer benutzen, wie Sie sagen. Ihre Frau verfolge aber ein Dutzend Blogs und auch ein Dutzend Twitter (!) und drucke Ihnen das dann aus. Weiterlesen

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Dicke Brocken zu Lasten der Kultur

Die Steuerschätzer haben gesprochen und seitdem – wer hätte es gedacht – ist von Steuersenkungen keine Rede mehr. Bis 2013, so der aktuelle Stand, müssen Bund, Länder und Gemeinden mit etwa 40 Milliarden Euro weniger auskommen als gedacht. Derzeit werden bereits etliche Sparmöglichkeiten diskutiert. Die Präsidentin des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt, Petra Roth (CDU), hat bereits vor Steuersenkungen zu Lasten der Kommunen gewarnt. Hier lauern allerdings einige Gefahren in puncto Kürzung der Kulturausgaben. Weiterlesen

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Kulturpolitik allgemein

Großes Schweigen

Die Kultur ist (mal wieder) kein Thema im Wahlkampf. In Nordrhein-Westfalen wird gewählt, die Entscheidung ist auch bundespolitisch wegen der Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat von einiger Bedeutung, doch kulturpolitische Positionen werden im Wahlkampf nicht thematisiert – wahrscheinlich weil NRW „Kulturfinanzierungsnotstandsgebiet“ ist, wie der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, sagte. Von Sparzwängen redet kein Politiker gern, wenn ein Wahltermin in erreichbarer Nähe ist.

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