Abseits der Kultur

Heimlicher WM-Sieger

Den besten Kommentar zur Fußball-Kultur habe ich in der FAZ (7. Juli 2010) gelesen – und das interessanterweise im Feuilleton(!).  Der heimliche Sieger der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft ist Louis van Gaal, heißt es da. Er verkörpert die niederländische Schule in der Nachfolge von Rinus Michels und hat unter anderem dazu beigetragen, in Spanien – beim FC Barcelona – diese attraktive Art des Fußballspiels durchzusetzen.

Van Gaals Weitsicht werde laut FAZ vom Turnierverlauf bestätigt. Als damaliger Trainer des FC Barcelona holte er Andres Iniesta in die Mannschaft und macht Xavi zum Stammspieler. Bei Ajax Amsterdam förderte er Wesley Sneijder, bei Bayern München entdeckte er Müller, brachte Robben nach München und zu alter Stärke und stellte Bastian Schweinsteiger ins zentrale Mittelfeld. „Es sind diese Spieler, die in Südafrika den Rhythmus bestimmen“, urteilt die FAZ schließlich.

Die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft in Richtung niederländisch-spanischer Fußballkultur macht nicht nur mir sehr viel Spaß. Die Einschaltquoten haben neue Rekorde gebrochen. Bleibt nur die Vorfreude auf das nächste große Turnier und die kommende Bundesliga-Saison.

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