Film

Michael Moore will sich Respekt verdienen

Heute habe ich gelesen, dass der US-Filmemacher Michael Moore kleine unabhängige US-Kinos retten will. So berichtet es zumindest 3sat unter Berufung auf die Süddeutsche Zeitung (SZ). 

Ein Modellversuch laufe bereits in Moores Heimat Traverse City, Michigan. Danach sollen die Kinos als gemeinnütziger Verein mit Freiwilligen betrieben werden. Die Finanzierung soll laut SZ über eine Stiftung laufen, die aus Steuerrückzahlungen für Moores letzten Film „Capitalism: A Love Story“ gespeist wird. Moore rechnet offenbar mit rund einer Million Dollar, heißt es.

Sollten auf diese Weise die Kinos erhalten bleiben, wäre das eine tolle Nachricht. Leider ist es nicht ganz ohne Ironie, dass ausgerechnet Moore unabhängige Kinos rettet. Schließlich ist er es, der die Welt mit einseitig, grell überzogenen Filmen in Blockbuster-Manier überzieht, damit aber immerhin ein großes Publikum erreicht. So lange in den von ihm geretteten Kinos auch Dokumentarfilme gezeigt werden, die Themen von verschiedenen Seiten beleuchten, kann man dem US-Filmemacher nur gratulieren. Das verdient wirklich großen Respekt. Vielleicht färbt das ja künftig auf sein filmisches Schaffen ab.

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