Theater

Zum Tod von Christoph Schlingensief

Spreeblick schreibt: „,Scheiße.‘ Es ist in diesem Fall in Ordnung, dass der gefühlt häufigste Kommentar auf Twitter und Facebook zum Tod von Christoph Schlingensief aus einem kurzen Fluch bestand. Es ist in Ordnung, weil die Tatsache, dass einer der wichtigsten Künstler Deutschlands am vergangenen Samstag im Alter von 49 Jahren gestorben ist, genau das ist: Scheiße.“  Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Theater

Aufstieg, Intrige, Entmachtung

„Wirtschaftliche Vorgänge können unser Leben von heute auf morgen ändern.“ Das sagt Klaus Kusenberg, Schauspieldirektor des Staatstheaters in Nürnberg, im Interview mit der Wirtschaftswoche. Das Theater beschäftige sich immer stärker mit Wirtschaftsthemen. Die Auswirkungen der Ökonomie seien für die meisten Menschen direkt im Geldbeutel spürbar. Darauf reagiere auch das Theater. Doch die Königsdramen bleiben laut Kusenberg aktuell. „Ja, die Top-Manager sind die Könige von heute. Darin besteht ein Gutteil der Faszination für die Zuschauer. Es geht immer noch um dieselben Themen: Aufstieg, Intrigen, Entmachtung.“

Kein Wunder also, dass das Staatstheater Nürnberg mit  der deutschen Erstaufführung des Stücks „Enron (DSE)“ von Lucy Prebble in die neue Spielzeit startet. Darin bearbeitet die Autorin den bislang wohl größten Bilanzfälschungsskandal in der US-Wirtschaft aus dem Jahr 2001. Das Stück wurde bereits in London und New York gezeigt.

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