Kulturpolitik allgemein, Theater

„In jeder Krise steckt eine neue Chance“

Die Proteste scheinen gewirkt zu haben. Das große Bettlaken mit dem Spruch „Die Kampfansage“ hängt nicht mehr an der neobarocken  Fassade des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg. Die Botschaft scheint verstanden worden zu sein. Die harten Sparankündigungen des Senats sollen sich so wohl doch nicht erfüllen. 1,2 Millionen Euro sollten pro Jahr bei Deutschlands größter Sprechbühne eingespart werden. „Die Einsparverpflichtung wird der Senat im Zusammenhang mit der Suche nach einem neuen Intendanten ohne Vorfestlegung noch einmal neu betrachten“, sagt Kultursenator Reinhard Stuth (CDU) plötzlich. Scheinbar ist da eingesehen worden, dass der gute Ruf Hamburgs als Kulturstadt auf dem Spiel steht. In einem Brief des Senators ist von der gewünschten „Bewahrung des künstlerischen Niveaus“ die Rede.

Die ersten Sparmaßnahmen sind aber bereits getroffen: In der nächsten Spielzeit soll es im Großen Haus nur sieben Produktionen geben. Das ist eine weniger als bisher. Außerdem werden keine Gastschauspieler eingeladen. „In jeder Krise steckt eine neue Chance“, sagt Interims-Intendant Jack Kurfess. Man darf gespannt sein, was dies für das Deutsche Schauspielhaus bedeutet.

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