Kulturpolitik allgemein, Theater

Paradoxes am Ku’damm

Die beiden Berliner Boulevardtheater am Kurfürstendamm gehen unsicheren Zeiten entgegen. In den 70er Jahren wurden sie in das sogenannte Ku’damm-Karree integriert, ein mittlerweile in die Jahre gekommener Baukomplex. Die Abrissbagger sollen bald rollen, denn ein irischer Investor will dort neu bauen und hat angeboten, künftig ein Theater in den Einkaufskomplex zu integrieren. Die beiden historischen Theaterräume würden dabei allerdings zerstört. Das ruft die Fans dieser Theater auf den Plan. Sie machen seit einigen Jahren gegen den Plan Stimmung und drohen mit Widerstand. Das Paradoxe: Der Protest könnte am Ende die Schließung beider Theater bedeuten. Der Intendant der Boulevardtheater fürchtet nämlich, dass der Investor durch die Proteste und die damit verbundenen Verzögerungen beim Neubau abgeschreckt werden könnte. Alternative Lösungen sind bei weitem nicht in Sicht. Am Ende drohen alle, ganz ohne Theater da zu stehen.

 

 

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