Kulturpolitik allgemein, Theater

Straße für Schlingensief?

Der vor vier Monaten gestorbene Theatermacher Christoph Schlingensief soll posthum geehrt werden. Seine Heimatstadt Oberhausen will eine Straße nach ihm benennen. Derzeit prüft die Stadt das Anliegen auf Iniative des Vereins „Theater für Oberhausen“. Die Bewohner der Straße, die bislang noch „Altmarkt“ heißt, müssten zunächst befragt werden, sagt die Stadt. Eine Entscheidung soll frühestens im Februar fallen.

 

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Abseits der Kultur

Das Chaos und der Schnee

Derzeit ist im Zusammenhang mit den aktuellen Schneefällen in den Medien häufig von „Chaos“ die Rede. Mich hat vor ein paar Tagen ein Kollege angesprochen und gesagt, er finde, in dieser Richtung werde maßlos übertrieben. Wenn es einfach mal schneie, würde dies umgehend dramatisiert: Der härteste Winter, die schlimmsten Minustemperaturen, die brutalste Eiszeit. Dabei waren andere Winter auch hart, wie dieser Tagesschau-Beitrag von Ende Dezember 1978 zeigt.  (via dpa und Twitter, danke)

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Imageschaden für das Mainzer Staatstheater

Eine ehemalige Personalbuchhalterin des Mainzer Staatstheaters hat Geld veruntreut. Daraus ist dem Theater ein Schaden von insgesamt über eine Millionen Euro entstanden, wie die Allgemeine Zeitung in Mainz berichtet. Die Frau soll über zehn Jahre lang Stammdaten ausgeschiedener Mitarbeiter so manipuliert haben, dass sie kleinere  Beträge auf 18 Konten buchen konnte, ohne dass dies in der Buchhaltung weiter aufgefallen war. Aufgeflogen war die Veruntreuung erst, als die Frau Theater-Geld auf ihr eigenes Giro-Konto überwiesen hatte. Sie genoss als jahrelange Mitarbeiterin einen tadellosen Ruf am Theater und war für ihre Fachkenntnis geschätzt, schreibt die Zeitung weiter. Das Staatstheater hat auf die Veruntreuung reagiert und eine neue Controlling-Stelle eingrichtet. Die stichprobenartigen Prüfungen kosten allerdings zusätzliches Geld. Nach den bisherigen Erfahrungen scheint dies aber gut angelegt zu sein. In der Vergangenheit musste das Haus immer wieder Einsparungen verkraften. Umso ärgerlicher erscheint daher der Schaden. Wie hoch die Summe ist, auf der das Theater am Ende wirklich sitzen bleibt, ist noch unklar. Klar ist jedoch, dass Kritiker dies zum Anlass nehmen dürften, die Einrichtung weiter in Frage zu stellen.

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Museum

Museen beliebt

Die Museen in Deutschland haben für das Jahr 2009 über 106 Millionen Museumsbesuche gezählt. Im Vergleich zu 2008 ist damit eine Steigerung um 1,9 Prozent zu verzeichnen. Dies ist die zweithöchste Besuchszahl seit Beginn der Erhebung im Jahr 1981, wie das Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Einrichtung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, in Kooperation mit dem Deutschen Museumsbund e.V. bekannt gab.

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Kulturpolitik allgemein

Bund steigert Kulturausgaben

Im Bundeshaushalt wachsen die Ausgaben für Kultur im kommenden Jahr um 2,4 Prozent. Von den zusätzlich bewilligten 27 Millionen Euro profitiert insbesondere der Denkmalschutz in Höhe von 20 Millionen Euro. Weitere fünf Millionen Euro kommen zahlreichen Kulturprojekten zugute. Die Kulturstiftung des Bundes erhält zusätzlich 2 Millionen Euro, wie der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in einer Mitteilung bekannt gibt. Kulturstaatsminister Bernd Neumann sei es gelungen, den Kulturetat im Regierungsentwurf trotz der massiven Sparmaßnahmen im Gesamthaushalt zu schonen.

Neumann sagte laut Mitteilung: „Ich bin dem Haushaltsausschuss außerordentlich dankbar, dass er den Kulturetat wie in den zurückliegenden Jahren auch in diesem Jahr gestärkt hat. Mit seinen Beschlüssen bekräftigt der Haushaltsauschuss die Aussage im Koalitionsvertrag, dass Kulturförderung keine Subvention ist, sondern eine unverzichtbare Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Es ist ein großartiges Signal für die Kultur in Deutschland, dass der Kulturhaushalt des Bundes auch im nächsten Jahr trotz finanziell schwieriger Zeiten angehoben wird. Mit dem jetzt bestätigten Kulturhaushalt wird es 2011 möglich sein, bedeutende Projekte zu realisieren und auch neue Kulturvorhaben auf den Weg zu bringen.“

Allerdings ist die Gesamtsituation der Kultur in Deutschland damit nur unwesentlich verbessert. Der Anteil des Bundes an den Kulturausgaben liegt lediglich bei rund 13 Prozent. Da die Sparzwänge bei Ländern und Kommunen weiterhin groß sind, kann nicht von einer wirklichen Entspannung gesprochen werden.

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