Politik

Zitate (3) aus Briefen deutscher Soldaten in Afghanistan

Eine interessante und zugleich erschütternde  Sicht auf den Afghanistaneinsatz der deuschen Bundeswehr ist dem nun erschienen Buch „Feldpost, Briefe deutscher Soldaten aus Afghanistan“ zu entnehmen. Per SMS, Mail oder Brief teilen die Soldaten ihren Angehörigen ihre Gedanken zum Einsatz und dem Leben im Camp mit. So bekommt der Krieg ganz viele Gesichter und geht einem sehr nah.

„Ich weiß nicht, ob dieser Krieg militärisch zu gewinnen ist. Der Preis, den dafür vor allem Kanadier, Briten und Amerikaner zahlen, ist jedenfalls sehr hoch“, schreibt ein 41-jährige Oberstleutnant aus Kabul im Jahr 2008. Und weiter:  „Unser Problem hier ist die Enge. Das Lager ist für 800 Mann konzipiert, jetzt sind wir 1800.“

„Unsere Panzer haben alle Namen, leider aus der Sesamstraße. Meiner heißt Samson, nun ja“, schreibt ein anderer.

„Tot. Das Unerwartete ist geschehen, bisher ging doch immer alles gut. In meinem und sicher nicht nur in meinem Bauch breitet sich eine lähmende Leere aus“, schreibt ein 35-jähriger Oberstabsarzt im Jahr 2009 aus Kundus.

Die Veröffentlichung geht auf das Magazin der Süddeutschen Zeitungn zurück. Mehr Infos dazu.

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