Kulturpolitik allgemein, Theater

36.000 Unterschriften

Der Ernst der Lage scheint bei vielen Kulturschaffenden mittlerweile erkannt worden zu sein. An der von der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins initiierten Protestkundgebung anlässlich des Welttheatertags in Wuppertal am gestrigen Samstag haben laut Medienberichten bis zu 5000 Menschen teilgenommen.  Gegen die drohende Schließung des Theaters Wuppertal und gegen Kürzungen im Kulturbereich bildeten tausende Unterstützer eine Menschenkette vom Schauspielhaus bis zur Oper. Künstler und Theaterleute von rund 60 deutschen Bühnen waren vertreten. Die Protestierenden konnten am Abend einem Vertreter der Stadt Wuppertal Listen mit 36.000 Protestunterschriften überreichen. Laut Holk Freytag, dem Vorsitzenden der Intendatengruppe, soll dies die bisher größte Solidaritätsveranstaltungen gegen die Kürzungen an Theatern gewesen sein.

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Kulturpolitik allgemein

Vom Zwang zum Sparen

Der Städte- und Gemeindebund schlägt Alarm. Die Finanzsituation in vielen deutschen Kommunen ist nicht nur schlecht. Sie ist ausgesprochen schlecht und sie wird zusehends schlechter. Zwar ist die Problematik mittlerweile erkannt. Das Bundesfinanzministerium hat eine Kommission eingesetzt, die Vorschläge zur Neuordnung der Gemeindefinanzierung ausarbeiten soll. Bis konkrete Ergebnisse vorliegen und es politische Mehrheiten gibt, diese umzusetzen, dürfte noch einig Zeit vergehen.

Die Sparzwänge werden daher weiter drastisch zunehmen. Nur bei den sogenannten freiwilligen Leistungen ist Spielraum vorhanden. Der Kulturbereich gehört dazu. Daher dürften sich sparwillige Politiker künftig dort verstärkt austoben. Für Kulturschaffende, Fans und Enthusiasten brechen harte Zeiten an.

kulturundpolitik-blog möchte die Situation in den kommenden Monaten begleiten.

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