Kulturpolitik allgemein

Absehbares Ende eines ungeliebten Projekts

Die nun von der Bundesregierung vorgelegte Sparliste verschont erstaunlicherweise den Etat von Kulturstaatsminister Bernd Neumann weitgehend. Einzige Ausnahme: Der Bau des Berliner Stadtschlosses soll auf 2014 verschoben und nicht wie ursprünglich geplant schon im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Erhoffte Einsparungen: 400 Millionen Euro. Doch so einfach ist das Sparen in diesem Fall nicht. Weiterlesen

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Theater

Bitterer Kampf

Dessau-Roßlau, knapp 90.000 Einwohner, ist derzeit die einzige deutsche Stadt, die gleich zweimal in der Unesco-Welterbeliste vertreten ist – mit dem Bauhaus und dem Wörlitzer Gartenreich. Doch so groß wie der weltweite Ruf sind auch die Finanznöte der Stadt.  Wegen chronisch klammer Kassen ist ein Kahlschlag bei Kultur, Sport und Jugendarbeit praktisch beschlossene Sache. 13,5 Millionen Euro sollen im städtischen Haushalt jährlich eingespart werden. Dies bedeutet unter anderem, dass die Zuschüsse der Stadt für das Anhaltische Theater um die Hälfte gekürzt werden sollen. Seitdem kämpft das traditionsreiche Dessauer Mehrspartenhaus um die nackte Existenz. Weiterlesen

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Theater

Proteste, Proteste

So langsam tut sich was in der Kulturszene. Am kommenden Samstag findet der sogenannte Welttheatertag statt. Eine Erfindung des Internationalen Theaterinstituts (ITI). Die deutsche Sektion des ITI hat zu Protesten gegen angekündigte Theaterschließungen aufgerufen. Und wo lässt sich dies derzeit am besten tun? Genau – in Wuppertal. So zumindest hat dies die Intendatengruppe im Deutschen Bühnenverein beschlossen. Sie hat daher zu einer Großkundgebung an besagtem 27. März aufgerufen: „Mit einem kurzen künstlerischen Beitrag sollen die Theater auf die dramatische Situation der Kommunen hinweisen.“ Initiiert werden soll eine Theater-Demo mit Menschenkette, wie es in einer Pressemitteilung der Intendantengruppe weiter heißt. Von mittags bis mitternachts soll neben Wuppertal auch auf die Situation in Oberhausen, Hagen, Moers, Schleswig und Dessau aufmerksam gemacht werden. Dort sei die Lage „äußerst brisant“, heißt es. Am Abend des Welttheatertages soll dann ein Theaterpreis in Wuppertal an Christoph Marthaler und Anna Viebrock vergeben werden.

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