Kulturpolitik allgemein, Theater

Der Rotstift

Weniger öffentliche Leistungen, aber steigende Gebühren – das sind die Aussichten, die eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young aufzeichnet. Nach der heute vorgestellten Studie wollen 60 Prozent der deutschen Städte und Gemeinden kommunale Leistungen reduzieren. Dafür wurden 300 Kommunen befragt.

Laut der Studie sind die Top-Posten der geplanten Einsparungen:

31 Prozent der Kommunen wollen im Bereich Straßenbeleuchtung einsparen

29 Prozent im Bereich Jugend- und Seniorenbetreuung

14 Prozent überlegen, ob sie nicht vielleicht ein Schwimmbad schließen können

Einschränkungen im Nahverkehr oder bei den Kita-Öffnungszeiten fassen immerhin 13 Prozent der Kommunen ins Auge.

Auf der anderen Seite denken viele Kommunen angesichts der schlechten Kassenlage über zusätzliche Einnahmen nach. Dies geht etwa über die Erhöhung der Grundsteuer, was ganze 46 Prozent anstreben. In 44 Prozent der Kommunen stehen unterdessen höhre Eintrittspreise für Theater, Museen und Schwimmbäder auf der Agenda. Kita-Gebühren und Hundesteuer wollen 32 Prozent erhöhen.

Nur ein Beispiel, das auch direkt die Kultur betrifft: Bei den Städten über 100.000 Einwohner sagen 15 Prozent auf die Frage: Wie reagieren Sie auf sinkende Steuereinnahmen?, dass sie Bibliotheken und sonstige kulturelle Einrichtungen schließen wollen.

Zum Schluss noch eine letzte Zahl:  68 Prozent der deutschen Kommunen sagen ihre Finanzsituation sei
schlecht oder sehr schlecht. Wahrlich keine so schönen Aussichten.

via: Deutsche Presse Agentur

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