Kulturpolitik allgemein

Gegen den Spartrend: Die Stadt Worms leistet sich ein neues Kulturzentrum

Die Stadt Worms eröffnet eine neues Kulturzentrum. So eine Meldung hält man fast nicht mehr für möglich in Zeiten knapper öffentliche Kassen, aber sie stimmt tatsächlich. Die Stadt am Rhein mit rund 80.000 Einwohnern leistet sich ein neues Kultur- und Tagungszentrum. „Das kann und muss eine Stadt wie Worms schultern können“, sagt Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD). Weiterlesen

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Kulturpolitik allgemein, Theater

Straße für Schlingensief?

Der vor vier Monaten gestorbene Theatermacher Christoph Schlingensief soll posthum geehrt werden. Seine Heimatstadt Oberhausen will eine Straße nach ihm benennen. Derzeit prüft die Stadt das Anliegen auf Iniative des Vereins „Theater für Oberhausen“. Die Bewohner der Straße, die bislang noch „Altmarkt“ heißt, müssten zunächst befragt werden, sagt die Stadt. Eine Entscheidung soll frühestens im Februar fallen.

 

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Kulturpolitik allgemein

Bund steigert Kulturausgaben

Im Bundeshaushalt wachsen die Ausgaben für Kultur im kommenden Jahr um 2,4 Prozent. Von den zusätzlich bewilligten 27 Millionen Euro profitiert insbesondere der Denkmalschutz in Höhe von 20 Millionen Euro. Weitere fünf Millionen Euro kommen zahlreichen Kulturprojekten zugute. Die Kulturstiftung des Bundes erhält zusätzlich 2 Millionen Euro, wie der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien in einer Mitteilung bekannt gibt. Kulturstaatsminister Bernd Neumann sei es gelungen, den Kulturetat im Regierungsentwurf trotz der massiven Sparmaßnahmen im Gesamthaushalt zu schonen.

Neumann sagte laut Mitteilung: „Ich bin dem Haushaltsausschuss außerordentlich dankbar, dass er den Kulturetat wie in den zurückliegenden Jahren auch in diesem Jahr gestärkt hat. Mit seinen Beschlüssen bekräftigt der Haushaltsauschuss die Aussage im Koalitionsvertrag, dass Kulturförderung keine Subvention ist, sondern eine unverzichtbare Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Es ist ein großartiges Signal für die Kultur in Deutschland, dass der Kulturhaushalt des Bundes auch im nächsten Jahr trotz finanziell schwieriger Zeiten angehoben wird. Mit dem jetzt bestätigten Kulturhaushalt wird es 2011 möglich sein, bedeutende Projekte zu realisieren und auch neue Kulturvorhaben auf den Weg zu bringen.“

Allerdings ist die Gesamtsituation der Kultur in Deutschland damit nur unwesentlich verbessert. Der Anteil des Bundes an den Kulturausgaben liegt lediglich bei rund 13 Prozent. Da die Sparzwänge bei Ländern und Kommunen weiterhin groß sind, kann nicht von einer wirklichen Entspannung gesprochen werden.

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Kulturpolitik allgemein

„Kultur ist Lebensmittel“

Wie bereits in der vergangenen Woche bekannt wurde, will die Bundesregierung am ermäßigten Mehrwertsteuersatz nicht rütteln. Zwar ist das so ziemlich das einzig Konkrete, was in Sachen Steuerreform bekannt wurde, aber für die Kultur ist dies natürlich eine sehr wichtige Nachricht. Der Deutsche Kulturrat begrüßte auch gleich die Grundsatzentscheidung, die Kultur auf diesem Weg weiter zu unterstützen. Völlig selbstverständlich war dies nicht, denn in der Vergangenheit hatte es immer wieder Vorstöße gegeben, die Ermäßigung für die Kultur abzuschaffen. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte dazu: „Wir sind sehr erleichtert, dass die Regierungskoalition mit ihrer Entscheidung, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Kultur nicht anzutasten, unterstreicht, dass Kultur ein geistiges Lebensmittel ist und daher genauso wie Lebensmittel behandelt werden muss. Gerade für die Teilhabe an Kunst und Kultur ist der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von grundlegender Bedeutung.“

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Kulturpolitik allgemein, Musik, Theater

Heidenreich regt sich auf

„Ausgerechnet an der Kultur hängt man sich immer auf, wenn es ums Sparen geht. Die Kultur – das sind unsere Wurzeln.“ Das sagte Elke Heidenreich der Nachrichtenagentur dpa, wie etliche Tageszeitungen im Internet berichten, darunter die Frankfurter Rundschau. Die Opernliebhaberin wird „ganz fuchsig“, wenn sie die Diskussion um die ungedeckten Kosten von Opernhäusern verfolgt, heißt es da. „Was auf dem Rücken der Kulturpolitik passiert, das finde ich zerstörerisch. Wir können an anderen Ecken sparen, aber da nun wirklich nicht.“ In diesem Zusammenhang verweist Heidenreich auf ihre Heimatstadt Köln, wo Milliarden in verpfuschten U-Bahn-Tunnel-Einsturz-Löchern versickert sind. Die Beispiele ließen sich beliebig fortsetzen.

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